Messerschmitt ME-262 Rote B

22.01.2018 18:57

   

Aristo MESSERSCHMITT ME-262 "Rote B" mit original Flugzeugblech der ME-262 - JEDE UHR EIN UNIKAT

"Wollen Sie die wenigen noch verfügbaren Bauteile des ersten Düsenflugzeugs für eine Armbanduhr verwenden?", wurde bei der Aristo Vollmer GmbH in Pforzheim im Februar 2015 gefragt. Der Hersteller der Messerschmitt Uhren bekam dieses Angebot von der rheinischen Firma Aero 1946.

Aero 1946 hat sich spezialisiert auf Design-Konzepte, die den menschlichen Überlebenswillen symbolisieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden aus Kriegsgeräten die Gebrauchsgüter für den zivilen Alltag gefertigt. Stahlhelme wurden zu Kochtöpfen, aus Kanonenrohren wurden Heizungsleitungen.

Bei der Suche nach Material, das die Aufbruchstimmung der Zeit nach 1945 wiederspiegelt, fand ein Aero 1946-Mitarbeiter südlich von München ein Haus, das mit Flugzeugblechen abgedeckt war.
Flugzeugblech ME-262
Es gehörte einst dem Abteilungsleiter jener Fabrik, in der die Messerschmitt ME 262 hergestellt wurde. Nach Kriegsende verwendete er für das Dach seines Hauses ein Material, das eigentlich im ersten Düsenflugzeug der Welt verbaut werden sollte.

An der originalen ME 262 im Deutschen Museum in München wurde nachgewiesen, dass dieses authentische "Fliegmaterial" für das Heck dieses Typs vorgesehen war. Es war nicht nur als Flugzeugblech stabil, sondern wegen seiner hochwertigen Aluminium-Beschichtung auch sehr korrosionsbeständig.
ME-262
ARISTO VOLLMER in Pforzheim: "Nachdem der Anrufer uns eine Materialprobe geschickt hatte, haben wir die ersten Bauteile sofort gekauft. Aero 1946 hatte Material von Flugzeug-Klassikern bereits für Möbel und andere Designer-Stücke verwendet".
Bevor die ME 262 "Rote B" produziert werden konnte, mussten sich die Designer entscheiden: "Das Aluminium hatte eine Patina angesetzt, die wir bei einem anderen Material nie gesehen hatten. Wir haben es bewusst nicht lackieren lassen, um diesen Effekt zu bewahren."

Die beauftragte Pforzheimer Glauner GmbH verfügt als Zifferblatt-Hersteller über das Know-how, um auch antikes Material für eine Armbanduhr aufzubereiten. Zunächst mussten die Kollegen das 1 mm starke Aluminiumblech ausrichten. Ein Zifferblatt darf im Bereich des Uhrwerks nicht stärker als 0,40 mm sein. Zum Flachwalzen war das Material zu spröde und zu hart. nach Glühversuchen wurde es wellig. Ein Glauner-Techniker fand die Lösung, in dem er das Zifferblatt nur im Bereich des Uhrwerkes auf die erlaubte Stärke reduzierte.

Quelle: Aristo Vollmer GmbH Pforzheim

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